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Für Wasserratten gibt's erstmal "Trockenfutter"...

Schnuppersegeln auf dem Halterner Stausee fällt (teilweise) flach - so titelte die Zeitung über den Besuch einer Jugendgruppe aus Datteln beim SCMH am Halterner Stausee. Aber der Reihe nach: im Rahmen des Ferienspaß-Programmes der Stadt Datteln hatten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, einen Nachmittag unter Segeln auf dem Wasser zu verbringen. So konnte der SCMH am 8. Juli 2005 15 kleine Landratten zwischen 8 und 12 Jahren zum Schnuppersegeln begrüssen.

   
Nach der obligatorischen Einweisung in die Schwimmwesten sowie der Erläuterung einiger Regeln zum Thema Sicherheit folgte ein wenig Segeltheorie: Warum fährt ein Segelboot, wie heissen die vielen "Leinen" u.s.w. Nach eben diesem "Trockenfutter" ging es für die ersten 9 "Nachwuchssegler", auf drei Booten an und auf den See.
Theoretische Einweisung der Jugendgruppe aus Datteln auf der Clubwiese des Segelclub Mühlbachtal Haltern am Halterner Stausee
   
Verpflegung im strömenden Regen auf der Clubwiese des SCMH am Halterner Stausee
Leider war die Bootstour deutlich kürzer als geplant. Der See war noch nichtmal zu einem Drittel umrundet, als eine aufziehende Gewitterfront die Bootsführer zwecks gebotener Vorsicht zurück an den Steg zwang. Getränke und frische Bratwurst vom Grill auf der Clubwiese trösteten in strömendem Regen über die entgangenen Freuden hinweg.
   
Im Folgenden nun die ganze Geschichte aus Sicht der anwesenden Presse. Vorab jedoch ein Hinweis: an einigen Stellen ist dem Artikel anzumerken, dass der Autor im Bereich des Segelsports nicht unbedingt sattelfest ist. Daher die Bitte an alle segelkundigen Leser... habt ein wenig Nachsicht!
 
 
Klaus Husmann mit drei Mädchen einer Jugendgruppe aus Datteln beim Schnuppersegeln auf dem Halterner Stausee
Schiff ahoi! Kapitän und Skipper Klaus Husmann nahm (v.L.) die zwölfjährige Verena sowie Maren (12) und Sophie (10) mit an Bord seiner "Quintessenz" und stach mit den Ferienspaßkindern in (Halterns Stau-)See. FOTOS: BJÖRN SCHULZE (2) | Anmerkung des Webmasters: unser zweiter Vorsitzender Klaus Husmann verstarb drei Tage nach dieser Aufnahme plötzlich und unerwartet im Alter von nur 57 Jahren - wir werden Dich nie vergessen!
 
 

Für Wasserratten gibt's erstmal "Trockenfutter"
DATTELN: Schnuppersegeln auf dem Halterner Stausee fällt (teilweise) flach

Drei Hand breit Wasser unter dem Kiel ist ja schön und gut, zumal absolutes Muss für Wassersportler. Wenn das Nass indes von oben kommt, kann einem schon mal die gute Laune vergehen - zumindest teilweise.

Schnuppersegeln auf dem Halterner Stausee - so stand's im Ferienspaß-Kalender. Ein Termin, den auch zwölf Jungs und drei Mädels aus Datteln gebucht hatten. See statt Kanal - für alle eine Premiere. Bevor die "Nachwuchssegler in spe" allerdings in See stechen durften, gab's erstmal Trockenfutter. Serviert von Uwe Woite, seit Januar erster Vorsitzender des Segelclubs Mühlbachtal Haltern (SCMH). "In der ersten Viertelstunde sind die Kinder noch aufnahmefähig, danach kann man das vergessen", begründet der 41-Jährige.

Holzmodell hilft bei der Einweisung

Bedeutete konkret für Vera, Maren und Sophie, das männliche Dutzend und die beiden Ferienspaß-Betreuer: Anhand eines etwa ein Meter großen Holzmodells gab Woite unter anderem Antworten auf die (selbst gestellten) Fragen: "Wie funktioniert ein Segelboot? Warum kippt es nicht um, obwohl der Wind in die Segel bläst? Und: Warum ist der Segelbaum gefährlich, vor allem beim Wendemanöver?" Für letztere Frage hatte der 41-Jährige eine kurze, knackige und vor allem einprägsame Antwort: "Rübe runter, sonst knallt's und ihr habt am nächsten Tag Kopfschmerzen!"

Nach der obligatorischen Einweisung in die Schwimmwesten sowie der Erläuterung einiger Regeln zum Thema Sicherheit folgte ein wenig Segeltheorie: Warum fährt ein Segelboot, wie heissen die vielen "Leinen" u.s.w. Nach eben diesem "Trockenfutter" begaben sich die ersten 9 Kiddies, verteilt auf drei Boote, an und auf den See. Mit solchen Problemen brauchten sich sechs Jungs leider erst gar nicht zu befassen. Eine Stunde Praxis auf See mit Fock-Bedienung, evtl. Bedienung des Ruders und, und, und stand für alle auf dem Programm.

Bernd Gärtner mit drei Jungen einer Jugendgruppe aus Datteln beim Schnuppersegeln auf dem Halterner Stausee
Noch ein wenig skeptisch vor dem wackeligen Trip auf dem Halterner Stausee mit Skipper Bernd Gärtner am Steuer: (v.L.) Brian (12), Timo (9) und Steffen (8)

In den beiden von Bernd Gärtner und Andreas Prenning gesteuerten clubeigenen Booten sowie der von Klaus Husmann manövrierten "Quintessenz". Eigentlich. "Ich sehe, ihr habt Handys. Find' ich klasse, dann könnt ihr anrufen, wenn ihr ins Wasser fallt", gab sich Woite auch auf dem Ablegesteg nicht wortkarg. Nicht zuletzt, um die Dattelner Matrosen nicht als triefnasse Wasserratten Richtung Kanalstadt verabschieden zu müssen.

Gut gemeintes, aber letztendlich frommes Wunschdenken. Denn während sich die drei Mädels und ein Jungen-Sextett bei Windstärke zwei bis drei eine steife Brise um die Nase wehen ließen, zogen dunkle Wolken auf. Ein Grummelm, ein zweites Grummeln - und Schluss war's mit Lustig!

Bereits bei Windstärke vier ist das zu gefährlich mit den Kindern - bei Gewitter geht ohnehin nichts mehr", so Woite - und griff zum Verdruss der an Land Gebliebenen zum Handy. Zwecks Info an die Skipper: Ende aus, Micky Maus! Nix war's mit Segeln für den Rest. Statt dessen gab's eine Bratwurst auf die Faust.

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